Chapter

Erster Teil

Den Hohlweg des Dorfes herauf kam ein Zug Haustiere wie von einer frommen Wanderung zurück. Den Vortritt hatte ein stattlicher, geldgelber Haushahn, welcher, eine junge Gattin zur Linken und eine erwachsene Tochter zur Rechten, das rote Fähnlein seinen Kammes hoch in die Lüfte hob und als Führer sorgfältig Ausguck hielt nach etwaigen Hindernissen und Gefahren. Seiner Leitung voll Grandezza schien sich eine Anzahl Enten mit voller Beruhigung anzuvertrauen und wackelte, leise Bemerkungen stammelnd, sorglos hinter dem wehenden Hahnenschweife her. Nicht so vertrauensvoll als diese kamen in einiger Entfernung ein paar Gänse nachgeschritten, die Schläuche ihrer Hälse wachsam in der Luft und milde Lästerungen über ihre Nebenmenschen schnatternd; sie schienen manchmal über ihre Behauptungen selber zu erschrecken und spähten nicht ohne Sorge nach der Katze des Nachbarn hinüber, die vom Gartenzaune manchen verräterischen Blick nach ihnen gleiten ließ. Den Gänsen folgte in ziemlicher Entfernung, mit rotem Bändchen um den Hals, eine schneeweiße Ziege, die sich um die Gesellschaft wenig zu kümmern schien und, ohne ihre Wanderung zu unterbrechen, hier und dort von dem Gesträuch am Wege naschte. Ein Sprühschimmer der Abendsonne, der zwischen zwei Kornfeldern nach dem dunklen Hohlwege fiel, hatte nach und nach das bunter Gefieder des Geflügels und jetzt auch das weiße Haar der Ziege flüchtig

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