Hier wird man sehen, wie wunderbar sich manches in der Welt trifft
Hier wird man sehen, wie wunderbar sich manches in der Welt trifft. Es war eine jener seltsamen Fügungen, an welchen das Leben so reich ist. Ich kam eben von der Besichtigung einer kleinen Wohnung im dritten Stock, die mir ausnehmend gut gefallen hatte, und eilte nach dem Hotel zurück, um sie meiner Annetta zu beschreiben, welche mich dort erwartete. Aber ich will nicht so ohne Regel und Ordnung anfangen. Was für eine Wohnung hatte ich besehen? Wer war Annetta? Wo trug das Begebnis sich zu? Annetta ist meine Frau, der Ort Mailand, die Wohnung sollte unser künftiges Nestchen sein. Nun wirst du sehen, lieber Leser, mit welchem Recht ich von einer seltsamen Fügung sprach. Ich habe viel über Fügungen und über den Zufall nachgedacht. Laß hören: Du gehörst doch nicht zu denen, welche den Zufall leugnen? Nein? Das ist recht! Es gibt einen Zufall, und man muß allen Respekt vor ihm haben. Aber was ist er? Ist er die Unordnung oder die Ordnung des Geschehenden? Du sagst die Unordnung, weil du ihn mit dem Unerwarteten verwechselst und ihn auf die beschränkte menschliche Einsicht beziehst: ich sage die Ordnung, weil ich ihn an sich auffasse und ihn auf eine Reihe von Thatsachen beziehe, über welche ich mir nicht Rechenschaft geben kann, deren wunderbares Zusammentreffen ich aber anstaunen muß. Ich will mich durch ein Beispiel deutlich machen: es lag ein Dachziegel auf einem Dache, er hat