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Vorrede

Vorrede. Ist das Herz der modernen Naturforschung eine Schneegrube? Draußen lachender Frühling — und im Innern ein kalter Krater, in dem auch dann nur ein Stück Eiszeit dauert? Ich habe in diesem Buche einmal von einem Besuch in den Schneegruben des Riesengebirges gesprochen: wie da im Näherkommen die vermeintliche Schneefläche sich als ein Teppich duftender weißer Blüten erwies. Wird unsere Zeit diese weißen Blüten wiederfinden ...? — — — Je nachdem, denke ich, wie sich ihr Natur-Begriff allmählich feststellt und klärt. Eine Anzahl Tagebuch-Blätter vereinige ich hier, die wenigstens aus dem Ringen um diese Frage geboren sind. Sie sind durchaus subjektiv, aber ich tröste mich mit den schönen Worten, die Goethe einst als „Vorschlag zur Güte“ in seinen morphologischen Heften gesprochen hat. „Die Natur gehört sich selbst an, Wesen dem Wesen; der Mensch gehört ihr, sie dem Menschen. Wer mit gesunden, offenen, freien Sinnen sich hineinfühlt, übt sein Recht aus, ebenso das frische Kind als der ernsteste Betrachter ... Erfahren, schauen, beobachten, betrachten, verknüpfen, entdecken, erfinden sind Geistestätigkeiten, welche tausendfältig, einzeln und zusammengenommen, von mehr oder weniger begabten Menschen ausgeübt werden. Bemerken, sondern, zählen, messen, wägen sind gleichfalls große Hülfsmittel, durch welche der Mensch die Natur umfaßt und über sie Herr zu werden sucht, damit er

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