Chapter

Erstes Kapitel

Traurig begann das neue Jahr in Felden-Woods, denn es fand Archibald Floyd am Krankenbette seiner einzigen Tochter. Aurora’s Platz an der langen Mittagstafel war am Abende von Talbot’s plötzlicher Abreise nicht leer geblieben, und abgerechnet vielleicht, daß die schöne Erbin sich noch um etwas lebhafter und geistsprühender als gewöhnlich zeigte, ließ sich nach jener inhaltschweren Unterredung im Bogenfenstergemach in ihrem Wesen keinerlei Veränderung bemerken. Sie hatte mit John Mellish geplaudert, hatte mit ihren jüngern Vettern und Cousinen gesungen und gespielt und hinter ihrem Vater gestanden und all den wechselnden Chancen einer Whistpartie ruhig zugesehen; am andern Morgen aber fand sie ihre Zofe in einem hitzigen Fieber mit brennenden Wangen und blutunterlaufenen Augen. Ihr schwarzes Haar fiel wirr über Decken und Kissen und ihre trockenen Hände glühten. Noch am Morgen holte der Telegraph zwei gravitätische londoner Aerzte nach Felden-Woods entboten, und ehe es Abend wurde, stoben alle die fröhlichen Gäste auseinander. Blos Mrs. Floyd und Lucy blieben, um die Kranke pflegen zu helfen. Die vornehmen Doktoren sagten sehr wenig. Ihnen war dies Fieber wie andere Fieber auch. Wahrscheinlich hatte sich die junge Dame erkältet; sie war unvorsichtig gewesen, wie es dergleichen junges Volk zu sein pflegt, hätte sich jedenfalls beim Tanzen zu sehr erhitzt oder im Zuge gesessen

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