Chapter

Aus dem »Spectator«

Unter den erstaunlichen Erscheinungen dieser Welt ist die erstaunlichste ein Individuum, das bis zur letzten menschlichen Grenze literarischer Genialität vorgedrungen ist, oder ein junger Mann, der in die Frühzeit seines Lebens ein Abenteuer von epischer Breite und Wucht gelegt hat. Die Wahrscheinlichkeit, daß einer von diesen beiden Fällen eintritt, scheint geringer zu sein als eins zu einer Million. Aber mit welcher Zahl ließe sich der Seltenheitskoeffizient von jemandem ausdrücken, der diese beiden Fälle in sich vereint! Tatsächlich ist diese glückhafte Verkettung von unserem erstaunlichen Zeitalter hervorgebracht worden, in dem wir alle mit verhaltenem Atem sitzen und Katastrophen erwarten. Es erscheint »Oberst Lawrence« (er pflegt sich selbst in Anführungszeichen zu setzen) und er ist schon als Überbringer von Nachrichten aus dem Türkisch-Arabischen Krieg sagenhafter als jener Priester Johann, der bekanntlich oder nicht bekanntlich im Mittelalter christlicher König von Abessinien war. Bei näherem Hinsehen entpuppt er sich unwiderstehlich als der Verfasser eines der wenigen großen Heldenbücher der Weltgeschichte, – dabei hat er die Taten, von denen er erzählt, in einem Alter vollbracht, in dem junge Kompanieoffiziere kaum den Mund an der Kasinotafel aufmachen dürfen. Das Schicksal eines Mannes, der seinen Pfeil verschossen hat, ehe er 30 wurde, und für den es keine Welten

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