Chapter

Auferstehungs-Wunder

Der Himmel lachte so blau über die Felsen her, an denen die Ziegen umherkletterten, und die Sonne schien so warm auf das Haidekraut, in welchem der kleine Crispo und seine Schwester sich behaglich ausstreckten, und ihre braune Haut den versengenden Mittagsstrahlen preisgaben; neben ihnen lag der zottige schwarze Hund, und bewachte getreu die Hirtentasche, welche die Abendmahlzeit der Kinder, ein großes Stück weißen Specks, und runde Ziegenkäse einschloß. »Sieh 'mal, Pilar«, sagte der Knabe: »dort unter dem Zirbelbaum gähnt des Nachbars Juanito, der Bastard, und möchte gern mit uns spielen, wenn er nur dürfte.« »Ei, wenn er ein Bastard ist,« versetzte das Mädchen, indem sie mit ihren schwarzen Augen freundlich hinüberblinzelte: »so ist er nicht der Sohn unseres Feindes, des bösen Juan, den unsere Mutter nicht leiden kann, und den der selige Vater noch auf dem Todbett verfluchte.« »Er ist es dennoch, und deßhalb ein gedoppelter Schuft,« meinte Crispo, und legte einen breiten Feuerstein in seine Schleuder. Die Schwester hielt ihn fest, und fragte besorgt: »Du wirst ihm doch nichts thun?« »Laß mich los!« rief der Knabe; aber Pilar hing wie eine Klette an seinem Arm. Unterdessen war Juanito, der diese Bewegungen wahrgenommen hatte, aufgestanden, mit erhobenem Stecken näher getreten, und schrie den Beiden zu: »Ich glaube gar, Ihr wollt nach mir werfen, Sennor Cavallero? Ich möchte

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