Chapter

Auf Regierungs-Lande

Es war ein Abend so dunkel, daß sich kaum die unmittelbar nächsten Gegenstände unterscheiden ließen, als ich an einem Punkte des oberen Mississippi das kurz zuvor angelangte Dampfboot verließ. Zwei qualmende Kienfackeln beleuchteten nur notdürftig das abgedachte Ufer, und als ich dieses erstiegen hatte, lag die Finsternis vor mir wie ein Brett. Nur hier und da blitzte es in der Entfernung wie ein Irrlicht auf – dort lag die Stadt Dubuque, in welcher ich zu übernachten gedachte; aber vergebens bemühte ich mich, den Schein einer Straße, die mich über das unbekannte Terrain leiten sollte, zu entdecken. Hinter mir hatte soeben eine andere Persönlichkeit das Ufer erklommen und trat jetzt mit einem: »Sackerti, hier braucht's Katzennatur!« neben mich – das war Fritz Leutner, der Kamerad und Schicksalsgefährte auf meiner Reise hierher, sowie der ziemlich abenteuerlichen Fahrt, welche noch vor uns lag, der aber im Augenblicke ebenso ratlos in die Finsternis hineinblickte, als ich selbst. Es waren allerdings, als wir angelegt hatten, zwei Hotelwagen zur Aufnahme der angekommenen Passagiere vorhanden gewesen; wir beide aber gehörten leider nicht zu einer Klasse von Reisenden, welche an die Benutzung derartiger Bequemlichkeiten denken durften. Wir hatten zur Ersparung der Reisekosten unsere Schiffspassage mit unserer Hände Arbeit bezahlt, hatten an den Haltestellen Holz für die Feuerung

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