Erster Teil - In der Weltstadt London
An dem Bücherstande des Bahnhofes der Dover-Station stand ein stiller, wohlgekleideter Mann mit braunem Gesicht und kurzem, blondem Bärtchen, namens Schelton. Er war im Begriffe, nach London zu reisen und hatte seine Reisetasche in die Ecke eines Waggons dritter Klasse gelegt. Nach seiner langen Fahrt klang ihm die weich-vokalische Stimme des Verkäufers, der den neuesten Roman anpries, recht angenehm; angenehm auch die selbstbewußten Antworten eines bärtigen Schaffners, wie selbst das plumpe Abschiednehmen eines Ehemannes von seiner Gattin. Packträger, ihre Handkarren antreibend; die graufarbige Dämmerung der Station; und der gutmütig törichte Humor, der an Leuten, Atmosphäre und Stimmengewirr haftete, all dies gewährte ihm ein trautes Gefühl, als wäre er schon zu Hause. Mittlerweile schwankte er zwischen dem Ankauf eines Buches, betitelt »Markt Harborough«, das er schon gelesen hatte, aber auch zum zweiten Male sicherlich genießen würde, und der »Französischen Revolution« von Carlyle, einem Buche, das er noch nie gelesen hatte, von dem er aber zweifelte, daß es ihm Vergnügen bereiten würde. Er fühlte, er sollte das letztere kaufen, konnte es aber auch nicht über sich gewinnen, dem ersteren zu entsagen. Während er noch zauderte, begann sich sein Coupé zu füllen; und so nahm er, rasch beide Bücher kaufend, einen Platz ein, von dem aus er seine Fahrgastrechte zu verteidigen