Chapter

1.

Als der junge Morveldt, der zweite Sohn des Besitzers von Rotenmoor, heute am Sonntag morgen mit seinen schlaksigen und schlenkernden Gliedern langsam die große Schneise des königlichen Forstes durchschritten hatte, als nun seine großen Jungenaugen, die schwer in sich versunken waren und mühsam aus ihrer Tiefe sich lösten, zwischen Haselsträuche und Erlengestrüpp über die blühende Waldwiese hinträumten, da blieb er auf einmal stehen, straffte sich zusammen wie zum Sprunge, und aus den träumenden Augen stieß ein fester Weidmannsblick auf ein bewegliches Etwas, das er nicht begriff. Da hinten war es, in der äußersten Ecke, wo das kleine Birkengehölz anfing – sonst sah man nur einzelne Falter über den hohen Halmen, Weißlinge und Füchse, da hinten aber hob sich ein Größeres über das Gras, weiß und leuchtend – hob sich und versank wieder – es war wie im Takt 6 – jetzt schien es, als seien es zwei – ja, zwei waren es, die miteinander spielten. Was kann das Weiße sein? Tauben? Tauben, die im Wiesengras spielen? Und immer nur hüpfen bis zur Höhe des Halmes? Und zwei, die sich abgesondert halten von dem ganzen Flug? Tauben – dummes Zeug! Höchstens sind es Albinos von irgendeinem Wild. Junge Birkhühner? Ein weißgesprenkeltes hat er einmal gesehen. Daß es auch ganz weiße gibt, hat er gelesen. Nur dieses Spiel von zweien – ausgesucht zwei weißen – und wie im Takt geht es immer noch – – Wo

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