Auf der Spur des Goldes
Das tiefe Dunkel auf der Veranda, die sich an der Rückseite des Saloons hinzog, wurde nur durch die roten Lichtpunkte unterbrochen, die von glimmenden Pfeifen oder brennenden Zigaretten herrührten. Walt Devon, der diesen reizvollen Wechsel von Aufflammen und Verlöschen aufmerksam beobachtete, wußte sofort, mit wem er es hier zu tun hatte, denn nur Leute, die in der freien Wildnis zu Hause sind, finden Vergnügen daran, im Dunkeln zu rauchen – Jäger und Fallensteller, die sich erst spät abends ausruhen können, oder Cowboys, die sich in langen Winternächten an einem Pfeifchen die Nase wärmen. Nun gab es in West-London allerdings nichts zu erjagen als Gold, und Fallen wurden nur für Greenhorns und andere Narren aufgestellt, denen man das Fell mühelos über die Ohren ziehen konnte – aber seine Annahme stimmte: alle diese Männer hier waren in der Wüste oder im Gebirge zu Hause. Selbstverständlich gab es auch noch andere, aber die blieben nur einen kurzen Augenblick und gingen dann schnell wieder zu den Spiel- oder Schanktischen zurück. Dann zitterten die Dielenbretter unter ihren Füßen, und ihr lautes Sprechen unterbrach die wohltuende Ruhe, denn die eigentlichen Stammgäste der Veranda unterhielten sich immer nur leise und gedämpft, als ob sie sich wichtige Geheimnisse mitzuteilen hätten. Wenn die Tür geöffnet wurde, drangen summendes Stimmengewirr und die scharfen, einförmigen Rufe