Auf der Ludowka-Höhe
(oder "Ein Winterlager in den Karpathen.") W. Belka. Das deutsche xte Infanterie-Regiment hatte in der Stellung auf und um die Ludowka-Hoehe herum ein oesterreichisches abgeloest, das auf diesem wenig angenehmen Posten vierzehn Tage wacker ausgehalten hatte und nun in Reserve gehen sollte. Damit unsere Leser nicht vergeblich auf einer genauen Karte der Karpathen die Ludowka-Hoehe suchen, wollen wir hier gleich einschalten, dass wir den Schauplatz der Handlung dieser Erzaehlung, die nach den muendlichen Berichten von Teilnehmern an den Karpathen-Kaempfen niedergeschrieben ist, anders getauft haben - aus verschiedenen Gruenden. Erwaehnt sei nur noch, dass die grosse russische Offensive im Herbst 1916 dem Feinde wieder den Besitz der Bukowina eingebracht hatte und dass auf den Hoehen und in den Taelern der Karpathen dann die erbittertsten Kaempfe mit wechselndem Erfolge fuer beide Teile sich abspielten. Der dritte Zug der neunten Kompagnie war nach anstrengendem Marsch, besser nach einer ueberaus muehseligen Kletterpartie in das kleine Quertal gelangt, in dem sich der zu besetzende Schuetzengraben von Nord nach Sued hinzog. Der Russe lag dieser Stellung in etwa vierhundert Meter Entfernung in einem zurueckspringenden Winkel auf den Hoehen im Osten gegenueber. Die oesterreichische Kompagnie rueckte jetzt ab. Und ihr Fuehrer sagte noch zuletzt zu dem blutjungen, deutschen Leutnant,