Chapter

1. Kapitel: Der tote Mustang

Das Mondlicht lag mit blaeulichem Glanz ueber der huegeligen, von einzelnen Buschinseln belebten Praerie. Im Norden reckten sich die Bergzuege der Black Hills zum klaren Nachthimmel wie eine am Horizont lagernde dunkle Wolke empor. Eine Schar von Praeriewoelfen, die im Kreis um einen toten Mustang, einen Indianergaul, sassen und den leckeren Frass gierig betrachteten, sorgte fuer ein misstoeenendes naechtliches Konzert. In einen nahen Gestruepp regte es sich kaum merklich. Zwei Maenner waren schattengleich hineingeschluepft und musterten jetzt zwischen dem Blattgewirr hindurch den Pferdekadaver und die Coyoten, die vor Gier immer lauter heulten, ohne es jedoch zu wagen, naeher an den hochwillkommenen Braten heranzuruecken. "Mein Bruder Felsenherz sieht den toten Mustang und die feigen Coyoten," fluesterte jetzt der eine der beiden Maenner. "Felsenherz denkt genau dasselbe wie sein Bruder Chokariga. Er hat soeben leise gelacht." "Der schwarze Panther und Felsenherz haben stets dieselben Gedanken," erwiderte der beruehmte Trapper noch leiser. "Chokariga hoert auch das Geraeusch der kreischenden Achsen der vier Auswandererwagen, die dem Mann gehoeren, der uns vor drei Stunden Goldstaub gegen Pulver einzutauschen sich weigerte und uns mit groben Worten wegjagte, als ob wir Buschklepper waeren. Die Auswanderer werden drueben an dem Bach lagern. Drei ihrer jungen Leute sind dort

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