Chapter

I. Überfahrt nach der Neuen Welt

Wer die Neue Welt besuchen will, soll das nicht bis auf das Alter verschieben, denn das Alter neigt zur Bequemlichkeit, und mit bequemen Leuten ist drüben nichts Rechtes mehr anzufangen. Dieses ist meine Meinung gewesen lange Zeit. Als ich aber hinübergefahren und ein paar Tage drüben gewesen war, sah ich ein, daß ich mich in einem großen Irrtum befunden hatte. Ich erkannte, daß in allem, was die Bequemlichkeit und den Komfort des Lebens betrifft, die Neue Welt der Alten um vieles voraus ist, und da auch die Überfahrt selbst nur noch ein Katzensprung ist, wie man zu sagen pflegt, ohne Anstrengung sich ausführen läßt und dabei viel Vergnügen gewährt, so bin ich mir ganz klar darüber geworden, daß das Alter kein Hindernis mehr sein kann für einen, der Lust hat, die Neue Welt zu besuchen und ein bißchen Geld dafür auf die hohe Kante gelegt hat. Für meine Person habe ich das Alter überhaupt nicht als ein Hindernis betrachtet, weil bei mir die Lust zu Abenteuern und das Bestreben, den Anschauungskreis zu erweitern, mit den Jahren eher zugenommen als sich vermindert hat. Es lag aber bei mir noch ein besonderer Grund vor, die Fahrt über das große Wasser zu machen, und dieser besondere Grund hatte seine tieferen Wurzeln in der Liebe zweier Menschen zu einander. Vor längerer Zeit hatte sich etwas begeben, worüber in den ersten Versen eines alten niederdeutschen Volksliedes berichtet

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