Merkur in den kalifornischen Vorbergen
Heiße Mittagssonne brütete über dem Kastenberg. Nur ein paar schottische Zwergfichten spendeten überaus spärlichen Schatten, der so senkrecht fiel, daß sich Leonidas Boone, um Zuflucht vor der Hitze zu finden, dicht unter einem von den Bäumchen ausstrecken mußte, als wäre es ein Regenschirm. In einer Anwandlung von kindischer Querköpfigkeit erlaubte er gelegentlich einem von seinen bloßen Füßen, den scharfabgezeichneten Schattenkreis zu überragen, bis ihn die brennende Sonnenglut nötigte, den Verirrten mit einem Schauer der Befriedigung wieder einzuziehen. Weshalb er sich nicht den weit beträchtlicheren Schatten der Tannen ausgesucht hatte, die unten am Abhang aufragten, dafür war kein ersichtlicher Grund vorhanden, als daß er eben ein Junge war und vielleicht noch mehr Grillen und Eigenheiten hatte, als die meisten seiner Gattung. Als er sich aufs sorgfältigste unter der Zwergfichte gelagert hatte, faßte er den Entschluß, nicht eher wieder aufzustehen, als bis ihr Schatten einen bestimmten Stein des Fußwegs erreicht und berührt haben würde! Warum er sich das vornahm, das wußte er zwar selbst nicht, aber er hielt mit dem Mut und der Beharrlichkeit eines jungen Casablanca an seinem erhabenen Vorsatz fest. Seine Glieder schliefen ihm in der unbequemen Lage ein, die bestaubten Tannenzweige kitzelten ihn, er lag so schlecht, als man nur liegen kann, aber er blieb! Ein Specht