Chapter

Atli der Bestmann

Er kam an Bord, nachdem der Motor anderthalb Stunden angelassen war. Die Jungs warteten an den Haltetrossen, der Kapitän stand am Ruder und fluchte, daß das Bollwerk sich bekreuzigte, der Lotse tat, als habe er eine Erfindung am Ankerspill gemacht, und ich stand unter dem Schonermast und überlegte, ob es nicht besser sei, noch von Bord zu gehen. Es war nicht sehr gemütlich. Dann kam der Kapitän nach vorn, als sei ihm die Resonanz am Ruder zu gering, wobei er dem Abzugsrohr des Motors einen Fußtritt gab, und starrte den Lotsen und mich abwechselnd aus seinen kleinen Augen an, die vor Zorn überliefen. »Angelogen hat mich das Schwein«, schrie er, »diese Schweine lügen immer.« Das »Schwein« war einer der Freunde des Kapitäns, Heuerbaas, Schankwirt, ship-chandler, Mann für alles. Um vier Uhr morgens hatte er einen etwas schmierigen Zettel geschickt: »Bestmann »Bestmann« heißt der Steuermann auf kleinen Segelschiffen. kommt um sieben an Bord.« Koarl, der bisherige, war am Abend ins Lazarett gegangen, nachdem die »Marianne« ausklariert und der Lotse auf sechs Uhr früh bestellt worden war. Jetzt war die Uhr acht. Es war nicht sehr gemütlich. Er kam um viertelneun, nicht besonders eilig, einen altertümlichen Seemannssack auf der linken Schulter. Bevor er über das Laufbrett kam, blieb er stehen und sah einmal prüfend über das Schiff, vom Klüverbaum bis zum Windwimpel über dem Besan. Es

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