Einleitung
»Arsène Lupin, was halten Sie vom Inspektor Ganimard?« »Viel Gutes, lieber Freund.« »Viel Gutes? Aber warum versäumen Sie dann keine Gelegenheit, um ihn lächerlich zu machen?« »Das ist eine schlechte Angewohnheit, die ich aufrichtig bereue. Aber was wollen Sie? Das ist die Regel. Ein guter Beamter der Polizei, da sind haufenweise tüchtige Kerls, die beauftragt sind, für Ordnung zu sorgen, uns gegen die Apachen zu schützen, die sich für uns anständige Leute töten lassen – und als Dank haben wir nur Spott und Verachtung für sie! Das ist doch idiotisch!« »Bravo, Lupin, Sie sprechen wie ein guter Bürger.« »Was bin ich denn sonst? Wenn ich über anderer Leute Eigentum meine etwas eigenen Gedanken habe – ich schwöre es Ihnen, sobald es sich um mein Eigentum handelt, habe ich ganz andere Ansichten! Den Teufel, es sollte sich keiner einfallen lassen, sich an meinem Eigentum zu vergreifen! Dann werde ich wild. Oho! Meine Börse, meine Brieftasche, meine Uhr. Pfoten weg! Lieber Freund, ich habe die Seele eines Konservativen, die Instinkte eines kleinen Rentners und Respekt vor allen Traditionen und allen Behörden. Und deswegen empfinde ich für Ganimard große Achtung und tiefe Dankbarkeit.« »Aber wenig Bewunderung.« »Auch viel Bewunderung. Außer dem unbezähmbaren Mut, der Spezialeigenschaft aller Kriminalbeamten, besitzt Ganimard sehr wertvolle Eigenschaften, Entschluß- und Urteilskraft.