Chapter

Erster Akt

Salon bei Girardin. Ein vorderer und ein hinterer Raum, getrennt durch eine Wand, deren sehr große Türen offen stehen. Vorn an einem Tisch Duport, Emile de Girardin, daneben steht Lautour, Dr. Blanche schlendert umher. Hinten sitzt Delphine de Girardin bei einer Stickerei. Der Dichter hat mit ihr geplaudert und ist eben aufgestanden, er kommt zuweilen in die Tür und hört zu. Lautour de Mézeray: Bis heute, in den paar Wochen, seit der Prospekt der »Presse« erschienen ist, haben wir an 500 000 Franken Zeichnungen, die Aktien sind um 20% gestiegen, die Abonnenten laufen uns in Scharen zu. Noch niemals ist eine neue Zeitung mit einer solchen Begier aufgenommen worden. Duport: Schon recht. Das stand heute früh in Herrn von Girardins Artikel, und ich habe es gelesen. Nun haben aber doch die Zeitungen bisher niemals ohne Zuschüsse existieren können. Sie setzen den Preis von 80 Franken auf 40 herab; werden sie jetzt besser bestehen können? Wird der Ausfall am Abonnement durch die größere Anzahl der Abonnenten sich ausgleichen – und mehr als ausgleichen? Denn wir, die unser gutes Geld an das Unternehmen setzen, brauchen einen Gewinn, der sich lohnt! Lautour: Da gibt es nichts zu zweifeln. Man sollte nicht über unsere Kühnheit erstaunen, sondern darüber, daß wir die ersten sind, die diesen klaren Gedanken gefaßt haben – – Emile de Girardin: Wir sind nicht ganz die ersten – – 8 Lautour:

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