Vorwort
Eine Frau von Geist, doch ohne bestimmtes Urteil über literarisches Verdienst, hat mich Unwürdigen gebeten, den Stil dieses Romans zu verbessern. Ich bin weit entfernt, gewisse politische Anschauungen zu teilen, die in die Erzählung verwebt scheinen; das mußte ich dem Leser sagen. Der liebenswürdige Verfasser ist in manchem ganz anderer Ansicht als ich, aber die sogenannten »Anspielungen« sind uns beiden gleich zuwider. In London schreibt man sehr anzügliche Romane, »Vivian Grey«, »Almaks High life«, »Matilda« usw., die eines Schlüssels bedürfen. Es sind sehr ergötzliche Karikaturen von Personen, denen der Zufall der Geburt oder des Vermögens eine beneidete Stellung gab. Diese Art »literarischer« Verdienste lehnen wir ab. Der Verfasser hat den ersten Stock der Tuilerien seit 1814 nicht mehr betreten; er besitzt soviel Stolz, daß er nicht mal die Namen der Leute kennt, die in gewissen Kreisen zweifellos eine hervorragende Rolle spielen. Aber er läßt Industrielle und Privilegierte auftreten und schreibt eine Satire auf sie. Fragte man die Tauben, die auf den hohen Baumwipfeln girren, nach Neuigkeiten aus dem Tuileriengarten, so sagten sie: »Er ist eine grüne Weite mit dem schönsten Sonnenschein.« Wir Spaziergänger würden antworten: »Er ist eine köstliche, schattige Promenade, wo man vor der erdrückenden Mittagsglut im Sommer Schutz findet.« So urteilt jeder über die gleiche Sache