Erstes Kapitel
Montag früh den achtundzwanzigsten Juli langte Miß Gwilt auf dem gewohnten Umwege auf ihrem Beobachtungsposten im Park an, um Allan und Neelie zu belauschen. Sie war etwas erstaunt, Neelie am Platze des Rendezvous allein zu finden. Noch weit mehr erstaunte sie aber, als sie den säumigen Allan zehn Minuten später mit einem großen Buche unter dem Arme die kleine Anhöhe herauskommen sah und hörte, wie er sich wegen seines Zuspätkommens damit entschuldigte, daß er mit der Jagd nach den Büchern die Zeit vergeudet und schließlich nur ein einziges gefunden habe, das einigermaßen so aussehe, als ob es Neelie sowohl als ihn für die Mühe, es anzusehen, entschädigen könne. Hätte Miß Gwilt am letzten Sonnabend lange genug im Park gewartet, um die Scheideworte der Liebenden zu hören, so würde sie sich das Geheimniß des Buches unter Allan’s Arme leicht haben erklären können und seine Entschuldigungen wegen des Spätkommens ebenso wohl verstanden haben wie Neelie selbst. Es gibt einen einzigen Fall im menschlichen Leben —— es ist der des Heirathens —— in dem selbst Mädchen in ihren Backfischjahren mehr oder minder hysterisch die Folgen zu bedenken vermögen. Im Augenblicke des Scheidens am letzten Sonnabend hatte Neelie sich plötzlich in die Zukunft versetzt und Allan durch die Frage ganz verdutzt gemacht, ob die beabsichtigte Entführung ein Vergehen sei, das gesetzliche Strafe nach sich ziehen