Ankunft in Alexandria
Syrakus ist schön, Alexandria ist schöner. Ist das aber auch wahr? Kann man die beiden Städte miteinander vergleichen? Mag Syrakus in erlöschende Erinnerung zurücktauchen! Alexandria ist unvorstellbar schön und eigenartig. Es ist so anders, daß es schon das andere selbst ist.« Archimedes lehnte an der zierlichen Marmorbalustrade auf der hohen Plattform des Paneions, während die gleichen Satzinhalte, vielfach in andre Form gegossen, wie fremde, äffende Laute ihn durchdrangen. Er hätte schauen sollen, nur schauen. Und er schaute. Aber die fremde Stimme äffte und spukte weiter: »Alexandria ist das andere. Ja, das andere. Das ist nicht solch eine Stadt wie Syrakus.« »Nun, bei allen Göttern, ist denn Syrakus ein Dorf?« schrie Archimedes in seine innere Stimme, die ihn quälte, hinein. »Ist es nicht größer, lichter, harmonischer als Alexandria? Ist es nicht ein Wunder? Eine vielfache Übersteigerung seiner Mutterstadt Korinth, mächtig, sieghaft, raumverschwendend, die größte Stadt der Erde?« »Aber dieses Brausen, dieses wilde Brausen, hast du das zu Syrakus je gehört, Archimedes?« »Du hast recht, ich habe es noch nie gehört.« Archimedes erwachte plötzlich aus den Gefühls- und Gedankenstürmen, die ihn beunruhigten. Wie ein Kind begann er sich vorzusagen, wie alles in Wahrheit beschaffen sei. Vielleicht würde dann die äffende Stimme schweigen, die er schon in zahllosen Lebenslagen und