Rahmenerzählung
»Das sind die Fischer von Byrnswack,« rief mein Coachmann auf mich zurück, als ich ihn um die Bedeutung der Töne fragte, die über einen waldigen Rücken der Lowther-Hills aus der Tiefe heraufklangen. Es war ein ziemlich nebelloser Abend, einer der schönsten, dessen ich mich seit meiner Entfernung von Edinburgh zu entsinnen wußte. Die letzten Strahlen der Sonne tauchten hinter den hohen Wipfeln des Waldes hinab, den wir durchschneiden mußten, um zu irgend einer erträglichen Taverne zu gelangen, die uns ein annehmbares Nachtlager darböte. Der unebene Boden täuschte uns oft und machte uns glauben, daß wir das Flachfeld schon erreicht hätten; kaum waren wir aber in die Talsohle hinabgekommen, als ein neuer Rücken vor uns aufstieg und unseren Irrtum uns erkennen ließ. Vier Stunden mochten wir so zwischen unerquicklichem Gestrüppe über kohlenhältiges Gestein hingerollt sein, als sich der stämmige Zerhau des alten Forstes wirklich lichtete, aber auch zugleich der erste Stern von der Spitze des nächsten Hügels uns entgegenblickte, den wir mit Recht für die letzte Scheidewand halten konnten, die uns noch von unserem heutigen Ziele trennte. Eben am Fuße dieser Anhöhe war es, wo die unterbrochenen Klänge eines nicht allzu fernen, mehrstimmigen Gesanges meine Aufmerksamkeit auf sich zogen, und sie, infolge des hingeworfenen Bescheides, den mir mein Wagenlenker gab, nur noch spannten. Immer