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Einleitung

Die folgenden Seiten bringen meinen Dank an ein Musikerdasein dar, in das zu versenken mir während bald vierzig Jahren oft das Innigste und Gewaltigste des eigenen Lebens war. Poetendank – Laiendank. Selbst vertraute Freunde und Kameraden haben in dieser langen Zeit kaum erfahren, was der Meister mir bedeutete und was er in mir vollzog. In der Verehrung der Größesten aus allen Künsten waren wir einig oder belagerten uns doch im Kampf um die Wahrheit – dieser Eine stand draußen in der Kälte oder sollte abseits in der lauen Wärme warten, wo er mit anderen teilen und schlimme Vergleiche ertragen mußte, falls er mit seinem Namen berufen wurde. Ich habe geschwiegen, wo ich Widerstand gegen Bruckner auch nur witterte, weil ich den Verklärten und Unversehrbaren nicht kränken lassen wollte, denn ich hatte eine Empfindung, als wäre er noch verletzlich, wenn ein Schimmer oder Klang seiner Seele in einem anderen noch lebenden Fleisch und Blute verweilte. Es war wie eine tröstliche Genugtuung, seine irdischen Leiden am Abglanz seines Einwirkens auf solche, die er gewonnen und gefeit hatte, fortgesetzt zu sehen. Als wäre er, indem man diese demütigte, über seinen irdischen Wandel unter den Feinden und Spöttern hinaus noch weiter zu demütigen gewesen! Daß der Verehrer Bruckners ein Schwärmer, Eigenbrötler, Fanatiker oder ein Mann mangelhaften Geschmacks und allzu genügsamer Bildung und

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