Chapter

Erster Band

Ein altmodischer Garten. Tiefer Herzen des ländlichen Kent liegt ein Garten, wie ihn kein moderner Gärtner billigen würde, aber trotzdem duftig und schön und dem fernen Besitzer sehr theuer, der weit jenseits des öden Meeres es versucht, sein Vermögen auf den Goldfeldern Australien’s aufzubessern und mit manch einem geheimen Seufzer auf das eine grüne Thal in England zurückblickt, das er seine Heimath nennt. Vierzig Jahre lang ist es seine Heimath gewesen und Jahrhunderte schon die seines Geschlechts. Sehr schwer würde es ihm jetzt werden, sich von dem alten Orte zu trennen, und doch hat Richard Redmayne standhaft dieser herben Möglichkeit entgegen zu sehen. In dem Garten giebt es keine schmucken Blumenbeete in Gestalt von Kreisen oder verschobenen Vierecken; keine wunderbaren, bandartigen Einfassungen, keine einfarbigen Massen eigenthümlicher Arten aus der Familie des Kohls und der Endivie, sondern nur zwei lange weite Beete, die mit altmodischen Blumen geschmückt sind, ein großer Reichthum von Rosen, eine weite Grasfläche, auf der hier und da ein Baum steht; alte Aepfel- und Birnbäume, einige Nußbäume, eine niedrige und sich weit ausbreitende spanische Kastanie, die einen Schatten wie ein Zelt giebt, und eine große düstere Ceder. Der Garten ist von der Außenwelt und der ruhigen Landstraße, die an ihm vorüber führt, durch hohe rothe Ziegelmauern getrennt, an denen Obstbäume

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