Chapter

Erstes Kapitel

Erster Kärrner. He, Stallknecht! – Daß dich die Schwerenoth! Hast keine Augen im Kopfe? Kannst nicht hören? Wenn es nicht ein christliches Werk wäre, dir den Kopf einzuschmeißen, so will ich ein Hundsfott sein. – Komm an den Galgen! Bist ganz des Teufels? Gadshill. Sei so gut und leihe mir deine Laterne, daß ich nach meinem Wallach im Stalle sehen kann. Zweiter Kärrner. Ei, sieh da! schönen Dank! Ich weiß Euch Pfiffe, die noch 'mal so gut sind, meine Seel! Gadshill. Sei so gut und leihe mir deine. Dritter Kärrner. Ja, wenn eh'r? Das sagt' mir 'mal. »Leih' mir deine Laterne!« Ei ja doch, ich will dich erst am Galgen sehen. Heinrich VI. Der gesellschaftliche Geist, welcher der französischen Nation eigenthümlich ist, hatte damals bereits in der Herberge dieses Landes den muntern und fröhlichen Willkommen eingeführt, über welchen sich in einer späteren Zeit Erasmus mit großem Nachdruck als über den Gegensatz zu dem finstern und mürrischen Empfang ausläßt, auf welchen sich die Fremden in einem deutschen Wirthshause gefaßt haben müßten. Philipson erwartete daher von einem geschäftigen, höflichen und geschwätzigen Wirth, von der Wirthin und ihrer Tochter, Beide liebreich, gefallsüchtig und lustig – von dem lächelnden und geschmeidigen Kellner – und einer gefälligen Hausmagd mit Grübchen im Kinn empfangen zu werden. Die besseren Herbergen in Frankreich hatten auch gesonderte Zimmer

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