Chapter

Erstes Kapitel

Gelber Fluss, der träg sein Wasser dahinwälzt, Weiden, die ihre Zweige in der lauen Augustluft bewegen, und vier Kinder, die berühmte Leute spielen – ein Spiel, das die berühmten Leute selbst zweifellos auch spielen müssen. Vier Kinder mit hellen Stimmen, harmlose, frische Kinder, die in ihrer gesegneten Unschuld nichts davon wissen, daß mit Fünfundvierzig Kompromiß und Müdigkeit da sein werden. Die drei Jungen, Ben, Dick und Winthrop, hatten das ganze Frühjahr hindurch unter Geschichtsunterricht gelitten und bemühten sich jetzt, etwas Ordentliches damit anzufangen, indem sie Königin Isabella und Kolumbus spielten. Es herrschte Uneinigkeit darüber, wer von ihnen Isabella sein sollte. Während sie noch darüber stritten, kam in das Weidengehölz, jenes kleine Heiligtum der Kindheit, ein singendes Mädchen. »Nanu, da kommt ja Ann Vickers. Die wird die Isabella sein«, rief Winthrop. »Ach herrje, nein, sie wird uns das Ganze versauen«, sagte Ben. »Aber die beste Isabella wird sie wahrscheinlich doch sein.« »Nö, gar nicht! Sie taugt nichts beim Baseball.« »Nein, beim Baseball taugt sie nichts, aber sie hat einen Schneeball auf Reverend Tengbom geschmissen.« »Ja, stimmt, den Schneeball hat sie geschmissen.« Das Mädchen blieb, die Hände in die Seiten gestützt, vor ihnen stehen – ein stämmiges Ding mit kräftigen Schultern und mageren Beinen. Außer ihrem frischen, reinen Teint hatte sie nur

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