Das Feuerzeug
Ein Soldat kam auf der Landstraße daher marschiert. Er trug einen Tornister und einen Säbel, weil er im Kriege gewesen war. Da begegnete er einer alten Hexe, die entsetzlich häßlich war. Sie sagte: „Guten Abend, Soldat! Was für einen großen Säbel und zierlichen Tornister du doch hast! Du bist ein echter Soldat!“
„Schönen Dank, alte Hexe,“ sagte der Soldat.
„Siehst du dort den Baum?“ fragte die Hexe. „Er ist innen hohl. Wenn du ihn bis zum Gipfel ersteigst, erblickst du ein Loch, durch welches du hinabgleiten und bis tief in den Baum hinunterkommen kannst. Ich werde dir einen Strick um den Leib binden, um dich wieder heraufziehen zu können, sobald du mich rufst!“
„Was soll ich denn da unten im Baume?“ fragte der Soldat ganz verwundert.
„Geld holen!“ sagte die Hexe. „Du mußt wissen, sobald du auf den Boden des Baumes hinunterkommst, so befindest du dich in einem langen Gange; dort ist es ganz hell, weil da über hundert Lampen brennen. Dann gewahrst du drei Thüren. Du kannst sie öffnen, der Schlüssel steckt darin. Gehst du in die erste Kammer hinein, so erblickst du mitten auf dem Fußboden eine große Kiste, auf welcher ein Hund sitzt. Er hat Augen so groß wie Gänseeier, aber darum darfst du dich nicht kümmern! Ich gebe dir meine blau karrierte Schürze, die kannst du auf den Fußboden ausbreiten; packe dann den Hund, setze ihn auf meine Schürze, öffne die Kiste und nimm, so viel