Chapter

Erstes Buch

Es war in der Frühnachmittagsstunde eines der letzten Septembertage, als aus dem Portal des Hotel d'Angleterre in Baden-Baden eine junge Dame trat, ihren gewohnten Spaziergang zu machen. Sie zögerte einen Moment auf der obersten Stufe, warf einen Blick nach dem wolkenlosen Himmel, aus dem die Sonne von links her glühende Strahlen sandte, knöpfte den obersten Knopf an ihrem Handschuh zu und spannte den Schirm auf. Der alte Portier, der in der Thür gelehnt und sich, als er die junge Dame erblickte, schnell aufgerichtet und sie ehrfurchtsvoll gegrüßt hatte, trat an sie heran. Ich hoffe, das gnädige Fräulein ist mit den Zimmern für die erwarteten Herrschaften zufrieden? sagte er. Ich danke Ihnen, erwiderte die junge Dame; es ist alles, wie Mama und ich es nur wünschen können. Es war nicht leicht, fuhr der Mann fort; es sind für heute noch sechs weitere Bestellungen da; wir werden drei abweisen müssen. Um so mehr danke ich Ihnen; sagte die junge Dame. Keine Ursach', gnädiges Fräulein, erwiderte der Alte mit höflich wohlwollendem Lächeln; man hat ja seine Gäste, für die man sorgt. Wir bekommen zu morgen noch ein ganz hübsches Zimmer in derselben Etage, freilich auch nach dem Hofe; aber das gnädige Fräulein brauchte dann doch nicht immer die vier Treppen zu steigen, und – Nein, nein, sagte die junge Dame hastig; ich danke Ihnen; ich bin gern da oben – sehr gern. Der Zug kommt um fünf

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