Chapter

Der sechste Erdteil

Das Grauen des Ungewissen. Der Puma Hondu hatte während unseres Rückmarsches zum Maya-Tempel einen armen alten Affen erwischt und lag kauend und Knochen knackend vor uns im Grase des quadratischen Hofraumes. Freund Taskamore und ich saßen auf dem Postament des Götzenbildes inmitten der grünen Wildnis und schwiegen uns aus. Unsere Gedanken kreisten desto lebhafter. Der Abschied von Lord James Sheridan, seiner Schwester und den übrigen Kampfgefährten der letzten, ereignisreichen Woche war uns doch recht nahe gegangen. „Abelsen“, hatte der Lord noch zuletzt zu mir gesagt, „falls Sie meine Schwägerin Margot finden sollten, geben Sie mir sofort Nachricht …“ Margot finden?! Weilte sie überhaupt noch hier auf der großen Halbinsel La Terrosa, die ihres Gatten Eigentum gewesen und die nunmehr ihr allein gehörte?! Wir wußten es nicht. Lord Reginald Sheridans Skelett, das von den roten Ameisen so restlos kahl gefressen war, hatten wir genau so wenig gefunden, wie seine wortkarge, tapfere Frau. Nur sie konnte es drüben aus der offenen Grotte am Nordostufer entfernt haben. In aller Stille hatte sie uns verlassen. Ihre Abschiedszeilen waren schlicht und dankbar und doch ein neues Rätsel. Taskamore hob den Kopf und schaute nach dem Stande der Sonne. „Gewitter …“, sagte er nur. „Sehr bald … Auf See mag das Unwetter bereits toben.“ Er mußte es wissen. Im Voraussagen von Naturereignissen war er

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