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Eine Präsidentenwahl.

Wir stehen mitten in einem Präsidentschaftswahlkampfe. Ja wohl, ein Kampf ist’s, und ein „Feldzug“ wird es nicht unpassend genannt, dieses Ringen zweier großen Parteien um die Stimmenmehrheit, und trotz aller Mängel des hiesigen Parteilebens ist es obendrein ein großartiger Kampf. Es wird in jedem dieser aller vier Jahre wiederkehrenden Präsidentschafts-Wahlkämpfe ein Stück Weltgeschichte fertig, ein größeres Stück, als im Mittelalter in einem Jahrhundert zurückgelegt wurde, und indem sich jeder Mensch im Lande – höchstens die Kinder in der Mege ausgenommen – irgendwie an diesem weltgeschichtlichen Thun betheiligt und obendrein sich bewußt ist, daß die Augen aller denkenden Zeitgenossen sämmtlicher Erdtheile auf dasselbe gerichtet sind, bekommt diese Wahlbewegung ein ungemein aufgeregtes Ansehen. Um diese Zeit erkennt man das amerikanische Volk kaum wieder. Seine sonstige Kühle und Gleichgültigkeit weichen einer fast fieberhaften Unruhe, seine sonst nur passive, ruhig zusehende Betheiligung an der Politik seines Landes einer selbstthätigen und lauten. Man kann kaum zwei Menschen beisammen sehen, ohne sie zugleich von der Wahl, den Wahlbewerbern, ihren Glaubensbekenntnissen und Aussichten reden, wenn nicht etwa gar sich streiten zu hören. Jeder stimmberechtigte Bürger (und selbst solche, die es nicht sind) wird zum Propagandisten seinen Parteistandpunktes, die Frauen und Kinder

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