Chapter

Kapitel 1

»So, da wären wir endlich angelangt. Das ist Parà!« sagte mein Kompagnon Adalbert Bittner, wies mit der qualmenden Zigarre über den Bug des »Generalissimo Teodoro« hinaus und gürtete den Trenchcoat fester. »Nun wollen wir mal kräftig in die Hände spucken und die Sache unverzüglich anpacken, verehrte Herrschaften!« Seine deutende Gebärde hatte einer Anzahl von Schornsteinen und Kirchtürmen und einem sonderbaren Gebilde gegolten, das aussah wie eine Vogelspinne auf dreißig Meter hohen Beinen. Das Ganze war allmählich über der Mauer in Sicht getreten, die unsern Dampfer schon seit dem ersten Lichtstrahl dieses Morgens an Backbordseite begleitet hatte, die von schwerem, feuchtheißem Dunste überlagerte, dunkelgrüne und dichtgeschlossene Mauer der Urwälder des Amazonas. Was die Sache betraf, die hier angepackt werden sollte, handelte es sich um die Aufnahme eines Naturfilms, und die erwähnten Herrschaften bestanden aus Frau Paula Bittner, Frau Ruth Heye, Herrn Joseph Jungblut und meiner Wenigkeit, und wir alle miteinander stellten eine sogenannte Filmexpedition dar. Die Vogelspinne war, wie sich beim langsamen Heranmanövrieren des Schiffes herausstellte, das Wasserreservoir der guten Stadt Parà; »Santa Belem do Parà – das heilige Bethlehem von Parà«, wie sie mit ihrem vollen frommen Namen heißt. Rund um die häßlichen eisernen Beine des Monstrums herum und unter die Kronen von

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