Bones und die Bienen
Makara, der Häuptling der Kobala'ba, ließ sich den Fluß hinunterrudern bis zu einem Dorf, das noch zehn Meilen von der Residenz entfernt lag. Dort blieben die zehn Mädchen, die bis dahin seine Bootsbesatzung gebildet hatten, unter der Obhut des Dorfältesten, von dem er sich neue Ruderer mietete, zurück. Der junge sehnige Makara war herrlich anzusehen; denn als Zeichen seiner Würde trug er nicht nur ein Kleid aus Affenfellen, sondern auch mannigfachen Schmuck. Viele Messingringe schimmerten an seinen Unterarmen, und sein Haar war mit Ingola rot gefärbt. Die bronzebraune Haut seiner Beine glänzte von Öl, und als er zur Residenz ging, klirrten seine kupfernen Fußringe bei jedem Schritt aneinander. Sanders hatte ihn schon von weitem bemerkt und erwartete ihn. »Ich sehe dich, mein Herr Sandi«, begrüßte Makara den Bezirksamtmann. Seine Stimme klang müde und gelangweilt. »Ich sehe dich, kleiner Häuptling«, entgegnete Sanders etwas ironisch. »Ich saß vor meinem schönen Hause und beobachtete, wie du vom Fluß zu mir heraufkamst, und da dachte ich, daß du eigentlich einem Tanzmädchen von Kobala'ba gleichst, einer, die man für tausend Matakos kaufen kann. Mir kam überhaupt nicht der Gedanke, daß du, Makara, der Sohn des Lebulana und der Enkel des großen Kriegers Elibi bist.« Wenn Makara sich schämte, so zeigte er es doch nicht im geringsten. »In meinem Lande sind alle Männer schön«,