Alumnit
Alumnit eine phantastische Geschichte Für den gewissenhaften Chronisten ist es nicht leicht, nach weltbewegenden Ereignissen wieder zu dem fast nüchternen Anfang zurückzukehren. Es begann damit, daß die Ordonnanz die Hacken zusammenklappte und dem Oberst v. Hefften einen Anmeldezettel übergab. Der Oberst sah nach der Uhr: kurz vor eins. Im Ingenieuramt des Heeresministeriums machte man von ein bis drei Uhr Mittagpause. – Ärgerlich! »Dr. Heino Harsen« stand auf dem Zettel, darunter als Zweck des Besuches nur das eine Wort »Erfindung«. Also schon wieder ein Erfinder! – Die Leute wird man am wenigsten los! – Erst tun sie eine halbe Stunde geheimnisvoll und wichtig und schließlich ist doch nichts dahinter! Irgendeine unausgegorene Idee! Dann wollen sie Geld haben und unsereiner soll den Blödsinn erst zu Ende erfinden! – Womöglich wieder einer mit »Todesstrahlen«, der sechsundzwanzigste! – – Hol der Teufel die Phantasten! Aber es hilft ja nichts! »Ist Herr Oberleutnant da?« »Herr Oberleutnant kommt gerade, Herr Oberst!« Man hörte die Schritte des Adjutanten auf dem Flur. Der Oberst hielt darauf, bei Unterredungen mit solchen Leuten einen Zeugen bei sich zu haben. Oberleutnant v. Kessel trat ein. »Schon wieder ein ›Erfinder‹!« sagte sein Chef und deutete auf den Zettel, dann zur Ordonnanz: »Ich lasse bitten!« Der Mann, der da hereintrat, sah nun allerdings keineswegs wie ein Phantast