Einleitung
Ein Freund von mir begleitete einmal Goethen auf einem Spaziergange. Unterwegs stießen sie auf einen armen Knaben, der am Wege saß, den Kopf in den Händen und die Arme auf die Kniee stützend, und so in das Blaue hineinstarrend. »Junge, was machst du da? Worauf wartest du?« rief Goethes Begleiter. – »Worauf sollte er warten, mein Freund?« nahm Goethe das Wort. »Er wartet auf menschliche Schicksale.«