Chapter

Der lärchene Hies

Der Büschlbauer brauchte Geld. Der Holzhändler hielt ihm ein Päckchen Banknoten unter die Nase: »Da riech, Bauer!« Es roch nach Wald, nach den prächtigen Lärchen und Fichten, die der Büschl in seinem Anteil stehen hatte. Nur schwer entschloß er sich, einige Stämme schlagen zu lassen. Aber der Büschl brauchte Geld, das sagt alles! Und einen tüchtigen Holzknecht brauchte er. Drum ging er zum lärchenen Hies. Der war stark und hochgewachsen wie ein Lärchbaum im Walde. Deswegen, und weil er mit den Stämmen umgehen konnte, wie kein Zweiter, hießen sie ihn den Lärchenen. An dem, was der Hies allein machte, hatten drei mittlere Knechte genug zu schaffen. »s Mittagessen kriegst bei mier, Hies«, meinte der Büschl. »Teufl eini«, fuhr der Hies auf, »verköstign möcht i mi selber!« Doch der Bauer bestand auf seinem Willen und setzte ihn auch durch. Er hatte den Hies genommen, um sich drei Knechte zu ersparen, und das Mittagessen drängte er dem Lärchenen auf, damit es auch mit dem Lohn billiger wäre. Brummend fügte sich der Hies ins Mittagessen, das für ihn von Bedeutung werden sollte. Der Lärchene zählte dermal dreißig Jahre. Die Büschldirn, welche ihm das Mittagessen in den nahen Wald brachte, war etwas jünger. Nichts sagte der Hies, wie sie die Pfanne mit den feisten Schmalznudeln unter einer mächtigen Fichte niederstellte. Und sie sagte auch nur: »Hies, dein Essn!« Und machte wieder

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