Erstes Buch, Erstes Kapitel
Erstes Kapitel Es sind allerlei Leute, die sich in diese Geschichte hereindrängen. Es ist eine ganze Versammlung von Leuten, alten und jungen, und es ist gar nicht leicht, sie alle an den richtigen Platz zu stellen. Da sind wohl solche darunter, die warten könnten, bis die Reihe an sie käme. Zum Beispiel der Rektor Cabisius, der mit seinen heitern, milden, jungen Augen durch den Garten geht und mit siebzig Jahren noch an die Freude glaubt, oder „jetzt erst recht“, wie er selber sagt. Und der Turmwächter und Schneidermeister Nössel und seine Schwester, Frau Judith, die so wunderbare Dinge sah, und der alte Hollermann, und immer noch mehrere, da nun das Tor offen ist. Da ist der alte Hirt, der dreimal über den Stock sprang, wenn er sein Morgengebet verrichten wollte, und der sinnige Küfermeister Riedel, von dem auch einiges zu sagen sein wird. Sie alle könnten wohl warten, bis die Reihe an sie kommt, denn das Warten haben sie unter andern guten Tugenden durch ein langes Leben hindurch gelernt und wenn sie gefragt würden, so würden sie sagen, wie so oft im Leben: nur immer die Jugend voran. Wir Alten gehen gern einen sachten, behaglichen Schritt, und dann: es ist auch besser, die Jungen im Aug’ zu behalten. Und die Frau Rektorin Cabisius würde nach ihrer Gewohnheit ein paar rasche, trippelnde Schritte machen, dem Mittelpunkt zu, und dann wieder stehen bleiben und ihrem Mann