Erstes Kapitel. Das Pfarrhaus
Alle wahren Geschichten enthalten Belehrung, wenn auch bei manchen der Schatz schwer zu finden sein mag und wenn man ihn findet, von so geringfügiger Quantität ist, daß der trockene, verschrumpfte Kern kaum die Mühe des Knackens der Nuß lohnt. Ob dies bei meiner Geschichte der Fall ist, oder nicht, bin ich kaum befähigt zu beurtheilen. Mitunter denke ich, daß sie für die Einen nützlich und für Andere unterhaltend sein dürfte, die Welt mag es aber selbst ausmachen — durch meine Dunkelheit und die seitdem verstrichenen Jahre und einige falsche Namen geschützt, fürchtete ich nicht, mich herauszuwagen und will dem Publikum dasjenige aufrichtig vorlegen, was ich meinem vertrautesten Freunde nicht enthüllen würde. Mein Vater war ein Geistlicher im Norden von England, der von Allen, die ihn kannten, mit Recht geachtet wurde und in seinen jüngeren Tagen sehr behaglich von dem Einkommen einer kleinere Pfarrei, in Verbindung mit einem eigenen hübschen Vermögen, lebte. Meine Mutter, die ihn gegen den Wunsch ihrer Freunde geheirathet hatte, war die Tochter eines reichen Gutsbesitzers und eine Frau Von Muth. Umsonst stellte man ihr vor, daß sie, wenn sie den armen Pfarrer nähme, ihre Equipage und Kammerjungfer und alle Ueppigkeiten und Genüsse des Wohlstandes aufgeben müsse, welche für sie fast Lebensbedürfnisse waren. Ein Wagen und eine Kammerjungfer waren sehr bequeme Dinge, aber sie