Chapter

Vorspruch

Was suchst du noch, mein Freund, auf dieser Erde, auf der du nun so lange schon geweilt von Stund an, als ein unsichtbares »Werde!« dir eines Lebens Schicksal zugeteilt? Was suchst du noch inmitten jener Herde, die nur ein Ziel mit Sicherheit ereilt: es ist der Tod! Die Arbeit aller Hände dient seiner Majestät am letzten Ende. Was ist nicht alles in den Staub gesunken, was neben dir auf gleicher Straße schritt! durstlos verstummt, was Sonnenlicht getrunken und, wie du selber, sprach, genoß und litt! Oh, wie erschrakst du, als des Lebens Funken – unsterblich schien er! – dem und dem entglitt, der einer Seele Reichtum um sich streute und sich mit dir am ewigen Dasein freute! Der Stunden schlugen viele, die der Seiger des Schicksals schaurig lärmte, pflichtgetreu. Und immer blickte einer auf den Zeiger, erschreckt im Mark, das Auge voller Scheu: er wollte reden, und er ward zum Schweiger, dem großen Schweiger gleich, der immer neu wirbt für das ewige Kloster der Trappisten, die in den allerengsten Zellen nisten. Wer bin ich, so Gewaltiges zu sagen, das, recht erschlossen, Menschheit nicht erträgt? Anmaßung würde sein, auch nur zu klagen hier, wo das ewige Wunder uns umregt. Was sind hier Worte, und was sind hier Fragen, wo Undurchdringliches sich auf uns legt, wie Last und doch nicht Last, das klein und große Geheimnis, wie es ruht im Mutterschoße! Genug davon: es tritt in die

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