Chapter

Nightingale Square

»Hier unten ist Licht, darüber Dunkelheit. Wir schauen ins Licht nur, um dann oben im Dunklen die wirklichen Dinge zu erblicken. Wir sehen im Dunklen aber nur, wenn unsere Augen vom Licht voll sind.« Von ferne her, die Häuserreihe des stillen Platzes entlang, kam ein Gefährt gehumpelt: eine bunt bemalt Kiste auf ungleichen Rädern. Dem Weib mit grellen Röcken und flachem weißen Deckel auf dem Kopf, das es vor sich hinschob, folgte eine kleine Schar absonderlich und schäbig gekleideter Menschen. Vor dem schmalen, drei Stockwerke hohen Haus mit blanken Fenstern im gelb gestrichenen Gemäuer hielt die Karawane. Ein Mann in kurzem schottischen Röckchen, Ziegenfellschurz, abgeschabtem Spenzer, Hahnenfeder auf der Kappe, stemmte die Arme in die Hüften. Ihm gegenüber pflanzte sich eine Frau auf, genau so gekleidet wie der Mann, nur mit etwas längerem, gefälteltem Rock, Zeisigfeder auf der Kappe, einer Brosche mit dickem Topas auf dem eingesunkenen Busen. Vier kleine Mädchen, elend und mager, in klaffenden Schuhen und zottigem Haar, setzten sich müde wie Straßensperlinge auf den Trottoirrand nieder und warteten, verprügelt und ergeben, auf ihre Nummer. Die Frau mit dem weißen Deckel auf dem Kopf, große Ohrringe schaukelten um ihr schwarzes italienisches Gesicht, machte sich an der Kiste zu schaffen, holte mit tüchtigem Schwung nach der Kurbel aus, und im Nu 10 war es um die Stille des

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