Siebenundzwanzigster Abschnitt. Eine Krisis
Es war in der zweiten Hälfte August, fast drei Wochen nach dem Geburtstagsfeste. Die Weizenernte hatte in der nördlichen Grafschaft, wo unsre Geschichte spielt, bereits begonnen, drohte aber durch schwere Regengüsse unterbrochen zu werden, welche weithin Überschwemmungen und vielen Schaden anrichteten. In Broxton und Hayslope, wo das Land etwas höher lag und die Bäche in den Thälern das Wasser rasch abführten, hatte man nicht so zu leiden, und da die Pächter und Bauern dort keineswegs zu den Ausnahmen gehörten und etwa auf das allgemeine Beste mehr gesehen hätten als auf den eigenen Vorteil, so waren sie begreiflicherweise über das rasche Steigen der Kornpreise nicht sehr niedergeschlagen, so lange sie selbst Hoffnung hatten, ihre Ernte gut hereinzubringen; und ab und zu belebten sonnige Tage und trockene Winde diese Hoffnung. Der achtzehnte August war so ein Tag, wo gegen die vorhergegangene Trübheit der Sonnenschein um so heller aussah. Mächtige Wolkenmassen jagten am Himmel vorüber, und die große Hügelreihe hinter dem Schloß erschien wie belebt von ihren laufenden Schatten; jetzt verbarg sich die Sonne einen Augenblick und dann schien sie wieder warm hervor wie neubelebte Freude; der Wind zauste die grünen Blätter an Hecken und Bäumen; auf den Bauerhöfen klappten die Thüren auf und zu, in den Obstgärten fielen die Äpfel herunter, und den Pferden, die an den Feldwegen entlang