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Das Buch der Felsen

Das Buch der Felsen »Mutter, Dein Stern steht wieder da, ich kann ihn durch den Schnee hindurch erkennen. Mutter, ich möchte so lange Arme haben, daß ich Deinen Stern anfassen könnte.« Und Abraham Abt blinzelte vergnügt nach einer Stelle im Himmel, wie einer, der sich König fühlt aller Torheiten. Vor sich hin in den Flockenwirbel schleuderte er die Arme und ließ den Schnee auf Hände und Gesicht fallen. Dann holte er sein freches Jungenlachen aus der Seele und probte eine Grimasse, die er sich in gestohlenen Stunden zurechtgedichtet hatte. Das linke Augenlid und den Mundwinkel kniff er höhnisch nach abwärts, sodaß das andere Auge weit aufgerissen stand. Dann blieb er so stehen, als ob er mit diesem Gesicht die Welt richten wollte, die ihm nicht gefiel. Wie ihm heute Alles gelang! Und er hätte wieder laut lachen mögen, schreiend, gröhlend hin und herlaufen, wenn er nicht um seine Grimasse gefürchtet hätte. Die mußte so sitzen bleiben und aufbewahrt werden. Durch die ganze Welt müßte man mit einem solchen Gesicht hindurchsausen können. Und er ging noch einige Schritte auf das Haus zu, das sich da oben auf dem Hügel mit dem Frost quälte. Durch die vereisten Scheiben schimmerte ein mildes Licht und ein Rauch stieg auf aus des Vaters Abt kleinem Kamin. Vor der Türe standen die Jüngsten der Familie und spielten mit dem Schnee, der ihnen weiße Mützen auf die schwarzen Köpfe gesetzt

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