Vorwort des Herausgebers
»Was ist das für eine neue Sache: ›Abende auf dem Vorwerke bei Dikanjka‹? Was sind das für ›Abende‹? Und die hat irgendein Bienenzüchter in die Welt hinausgeschleudert! Gott sei Dank, man hat wohl noch zuwenig Gänse gerupft, um Federn zu bekommen, und zu wenig Lumpen für Papier verbraucht! Noch zu wenig Volk und Gesindel jedes Standes hat sich die Finger mit Tinte beschmutzt! Jetzt bekommt auch so ein Bienenzüchter Lust, es den anderen gleichzutun! Es gibt wirklich so viel bedrucktes Papier, daß man nicht mehr weiß, was man darin alles einwickeln soll.« Mein ahnungsvolles Herz hat alle diese Reden schon vor einem Monat gehört! Das heißt, ich will sagen, daß, wenn unsereiner, ein Vorwerksbewohner, seine Nase aus seiner Einöde in die große Welt steckt – du lieber Himmel! –, es für ihn dasselbe ist, wie in die Gemächer eines großmächtigen Herrn zu treten: alle umringen ihn sofort und beginnen ihn zum Narren zu halten; es wäre noch nicht so schlimm, wenn es nur die höheren Lakaien täten; nein, aber irgendein abgerissener Junge, ein Lausejunge, der im Hinterhofe herumwühlt, auch der fällt über einen her; und sie fangen an, mit den Füßen zu stampfen und zu fragen: »Wohin? Wohin? Was suchst du hier? Geh, du Bauer, pascholl!...« Ich will euch sagen ... Aber was soll ich überhaupt sagen! Es fällt mir leichter, zweimal im Jahr nach Mirgorod hinüberzufahren, wo mich seit fünf Jahren weder