Chapter

1. Kapitel. Der Klapperschlangenjäger.

In der Buschinseln einer mit fahlem, ausgedörrtem Gras bedeckten Prärie im Nordwesten des texanischen Städtchens San Antonio lagerten an einem windstillen, heißen Septemberabend drei Weiße und ein junger, stattlicher Indianer, der in dem schwarzen Haarschopf mehrere Adlerfedern trug, deren Kiele durch bunte Glasperlen verziert waren. Die kleine Lichtung in der Buschinseln, die von den vier Männern nach einem ermüdenden Tagesritt zum Lagerplatz auserwählt worden war, wurde durch das kleine Feuer, über dem ein Stück Büffelfleisch am Spieß briet, nur notdürftig beleuchtet. Der lange Billy, ein im Westen überall bekannter Trapper, stach jetzt mit seinem Messer in das Fleisch hinein und meinte: „Holla, die Mahlzeit ist fertig. Verdammt – ich habe einen Bärenhunger!“ Dann wandte er sich an den Indianer, der soeben seine Büchse ergriffen hatte und den Lichtschein des Feuers auf das Schloß der Waffe fallen ließ, um sich zu überzeugen, ob auch die Zündhütchen noch auf den Pistons saßen. „Will Chokariga, der schwarze Panther, etwa jetzt schon die erste Wache antreten?“ fragte Billy den berühmten Komanchenhäuptling, der darauf kurz erwiderte: „In San Antonio schwärmten die Soldaten der Texaner wie die Bienen, die der Qualm eines Feuers aufgescheucht hat. Die Blaßgesichter diesseits und jenseits des großen Flusses,“ – er meinte den Rio Grande del Norte – „haben das Kriegsbeil gegeneinander

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