Goldgier
In einem kleinen, von dichten Tannengruppen umgebenen Tal der Vorberge des Kolorado-Gebirges ritten an einem sonnigen Nachmittag zwei Weiße entlang, von denen der eine noch ein Packpferd am Zügel führte, während neben dem anderen, ebenfalls wie ein Trapper gekleideten, hochgewachsenen und blondbärtigen Mann ein dritter Weißer dahinschritt, dem die Hände auf dem Rücken zusammengebunden waren und der außerdem noch um den Hals die Schlinge eines an dem Sattelknopf festgebundenen Lassos trug, so daß ihm eine Flucht vollständig unmöglich gemacht war. Die beiden Reiter schienen es nicht besonders eilig zu haben. Des öfteren schauten sie zurück, als ob sie noch jemand erwarteten. "Felsenherz," sagte jetzt der, dem das Packpferd gehörte, "es war nur richtig, daß Chokariga, der Komanchenhäuptling, den Navajos noch eine Strecke folgen wollte, denn bei diesen Rothäuten kann man nie wissen, ob sie einen sogenannten Friedensvertrag auch halten. Übrigens dürfte sich dieses Tal zum Lagern recht gut eignen. Was meint ihr?" "Gut, machen wir drei Rast, Tom," nickte der berühmte Trapper Felsenherz. Sie lenkten ihre Tiere nach rechts hinter eine Tannenkulisse, stiegen von den Pferden und banden den Gefangenen an einen abgestorbenen, dünnen Baum. Dieser Gefangene war ein kleiner, untersetzter Mann mit grauem Vollbart, sonngebräuntem Gesicht und listigen schwarzen Augen. An der Stirn trug er einen